27.07.2009
Da gibt es nichts zu diskutieren

Da gibt es nichts zu diskutieren

In der Krise ist rasches Entscheiden und Handeln angezeigt

Wenn es brennt ist das oberste Gebot für Unternehmen, handlungsfähig zu bleiben. Das gelingt nur den Firmen, die jetzt die kritischen Größen im Blick haben und richtig steuern: also Liquidität sichern, Kosten sparen und sich den Marktgegebenheiten anpassen. In diesem Fall sind Macher-Qualitäten gefragt.

Die demokratische Streitkultur ist eine wichtige Errungenschaft der Zivilisation.
Diskussionen in der Führungsebene sind eine Bedingung unter der Millionen von Unternehmen weltweit die meiste Zeit ohne große Probleme ihren Weg machen. Doch bisweilen mündet der Diskurs statt in konkrete Ergebnisse in den Jordan. Nämlich dann, wenn schwierige Zeiten angebrochen sind: in der Krise gelten andere Gesetze. Um das Überleben der Firma zu sichern ist bestimmtes Handeln erforderlich. Langes Abwägen und wiederholte Diskussionen sind in dieser Situation tabu. Führungskräfte müssen nun durchgreifen und einer Versuchung widerstehen: sich bei allen abzusichern.

Die gewünschte Wirkung erzielen Manager mit einem klaren Kurs:

1. Handlungsoptionen im Führungskreis systematisch erarbeiten.

2. Bewertungen vornehmen: Effekte, Aufwand, Zeit, Vor- und Nachteile definieren.

3. Offene und kontroverse Diskussion der Optionen führen.

4. Anschließend: Entscheidungen treffen, die von jedem einzelnen Mitglied der Führungsriege mitgetragen werden. Jeder ist zur offenen Meinungs-kundgebung angehalten.

5. Die Parameter zum Erfolg festhalten, Maßnahmen entscheiden,
priorisieren und umsetzen.
Dabei Verantwortungen, Ziele und Termine im Blick behalten.

6. Volle Konzentration: Führungsverantwortung für den gemeinsam
verabschiedeten "Notfallplan" an eine Person übertragen und
sie mit der Durchsetzung betrauen. Gegebenenfalls den Verantwortlichen
von seinen bisherigen Aufgaben freistellen.

7. Kontrolle: Regelmäßiger Soll-/Ist-Abgleich mit dem Führungsteam.
Zeitnah Gegenmaßnahmen ergreifen bei Planverfehlungen oder geänderten Rahmenbedingungen.

8. Klare Kommunikation: Mitarbeiter, Finanziers, Lieferanten sowie
Kunden über Vorgänge und Ziele unterrichten.

Keiner behauptet, dass die Schritte, die es zu gehen gilt, einfach wären. Besonders die Herausforderung einer einheitlichen Entscheidungsfindung verlangt eine hohe Bereitschaft aller Beteiligten zum Gelingen des Vorhabens beizutragen. Ein externer Moderator kann in der Begleitung dieses Prozesses hilfreich sein.

Zurück